Nils Wülker

Wer ist Nils Wülker?

Nils Wülker zählt heute zu den prägendsten Jazztrompetern und Komponisten Europas und hat sich diesen Status über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg erarbeitet. Geboren 1977 in Bonn, beginnt er bereits im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel. Drei Jahre später wechselt er zur Trompete – zunächst ganz klassisch, ohne Bezug zum Jazz.


Was war seine Geschichte?

Erst mit sechzehn Jahren, während eines Austauschaufenthalts in den USA, entdeckt er seine Begeisterung für den Jazz. Auslöser sind der Song Cantaloop von US3 sowie die Musik von Herbie Hancock, die ihn schließlich zu Miles Davis führt.


Nach seiner Rückkehr wird er 1996 in das JugendJazzOrchester NRW aufgenommen, wo er bis zu seinem Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin spielt. Schon während dieser Zeit ist er in namhaften Formationen aktiv, darunter Projekte von Peter Herbolzheimer, die RIAS Bigband sowie Thärichens Tentett. Noch vor seinem Abschluss veröffentlicht er 2002 sein gefeiertes Debütalbum „High Spirits“ mit Musikern wie Gene Calderazzo und Orlando LeFleming – als erster deutscher Jazzkünstler bei Sony Music.


Bereits 2003 komponiert, produziert und spielt der damals 26-Jährige eigene Musik für die Fernsehsendung „Space Night“, die später auf „Space Night Vol. 10 Jazz“ erscheint, unter Mitwirkung von Wolfgang Muthspiel und Jochen Rückert.


Zwischen 2005 und 2012 veröffentlicht Wülker auf seinem eigenen Label fünf Alben, die seine Stellung in der Szene weiter festigen. Dabei arbeitet er unter anderem mit Torun Eriksen, Silje Nergaard und Dominic Miller zusammen. Kritiker bezeichnen ihn in dieser Zeit als herausragenden Melodiker und außergewöhnlichen Komponisten. Parallel dazu ist er intensiv auf Tour – sowohl mit eigener Band als auch als Gastmusiker, etwa bei Ute Lemper, Omara Portuondo oder in Projekten rund um Lee Ritenour, Dave Grusin, Don Grusin und Will Kennedy.


Darüber hinaus übernimmt er 2011 die Leitung des „Jazz Baltica Ensemble“, erstellt Remixe für Künstler wie Hugh Masekela, Gregory Porter und Laura Lopez Castro und arbeitet als Produzent unter anderem für Cécile Verny sowie den Mundharmonikaspieler Tollak. Auch im Hip-Hop-Bereich ist er aktiv und produziert einen Track für Samy Deluxe.


2013 wird Wülker mit dem ECHO Jazz als Instrumentalist des Jahres (Blechblasinstrumente) ausgezeichnet. Für sein Album „Safely Falling“ erhält er 2014 den German Jazz Award in Gold. Sein achtes Album „UP“, erschienen 2015 bei Warner Music Group, entsteht in internationaler Zusammenarbeit – unter anderem mit Jill Scott, Mocky, Craig Armstrong, Peter Vettese und Max Mutzke.


Mit „UP“ gewinnt er den Hamburger Musikpreis HANS als Musiker des Jahres, erhält erneut Gold beim German Jazz Award und wird ein weiteres Mal für den ECHO Jazz nominiert.


Im Februar 2023 veröffentlichte Nils Wülker gemeinsam mit Arne Jansen das Duoalbum „Closer“ bei Warner Music Group, das bis auf Platz 15 der deutschen Charts stieg. Das Live-Album „In Concert“ folgte 2024 und erreichte Platz 1 der Jazzcharts.


2026 erschien mit „Zuversicht“ sein 15. Album, aufgenommen mit Aaron Parks, Linda May Han Oh und Gregory Hutchinson.


Neben Tourneen arbeitete Wülker u.a. mit Gregory Porter, Max Mutzke und Klaus Doldinger, gestaltete 2016 den Grimme-Preis musikalisch und war von 2017 bis 2020 mit seiner Radioshow aktiv. Zudem kuratierte er bis 2024 das Jazzprogramm auf Schloss Agathenburg.


Quelle: https://www.nilswuelker.com

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