Ein Festival macht hungrig und durstig
In den ersten Jahren haben meine Freunde und ich das Fest immer für ein Picknick vor der Hauptbühne genutzt. Wir haben alle Speisen und Getränke mitgenommen. Das ist heute nicht mehr erlaubt. Lediglich kleine Snacks und eine 0,5 Liter PET-Flasche dürfen von jeder Person auf das Festivalgelände genommen werden. Dafür gibt es am gesamten Gelände zahlreiche kulinarische Stände. Das Angebot reicht von klassischen Festivalspeisen wie Grillwurst, Schnitzel, Burger und Eis über Spezialitäten aus anderen Ländern wie Currys oder mexikanische Wraps bis zu vegetarischen Alternativen und typisch österreichischen Nockerln und Süßspeisen. Besonders toll empfinde ich die kostenfreien Wasserspender, vor denen sich allerdings immer eine große Menschenmenge bildet. Bei den Getränken wird für die Becher ein Pfand eingenommen. Wer den Becher mit dem Hauptmotiv des jährlichen Festivals behalten möchte, spendet seinen Pfandbetrag. Die Gesamtsumme kommt einem sozialen Zweck zu Gute. Im vergangenen Jahr konnten über 17.000 Euro der Österreichischen Krebshilfe Wien übergeben werden.
Ein Treffen am Festival muss organisiert sein
Etwas schwierig, aber nicht unmöglich, ist ein Treffen mit Freunden direkt am Gelände. Wer vereinbart, sich vor der Hauptbühne zu treffen, wird seine Gefährten nicht finden. Es empfiehlt sich, einen Treffpunkt vor dem tatsächlichen Gelände, vor oder nach einer der Brücken zu vereinbaren. Lediglich, wer das Gelände gut kennt, kann sich einen Treffpunkt vor Ort ausmachen. Ich habe immer den linken Weg von der Straßenbahnstation in der Höhe des Wasserspenders bei der ersten Hütte vereinbart und meine Freunde auch getroffen. Durch die Größe und Weitläufigkeit des Geländes sind regelmäßige Stützpunkttreffen ebenfalls ratsam, um seine Freunde nicht zu verlieren. Es gibt aber auch Zufallstreffen, denn ich habe fast jedes Jahr unvermutet Bekannte getroffen. Musik verbindet eben doch, weshalb sich Gleichgesinnte oftmals unvorbereitet bei den einzelnen Bühnen einfinden.
Lustige und elektrisierende Momente beim Donauinselfest
Mein lustigstes Erlebnis beim Inselfest war der Auftritt der österreichischen Anarcho-Rockband Drahdiwaberl. Der Sänger der Gruppe Stefan Weber trat gemeinsam mit der Wiener Legende Jazz Gitti auf. Allerdings nicht am eigentlichen Festgelände, sondern auf der anderen Seite der Floridsdorfer Brücke, bei einer natürlichen Arena. Nur wenige Zuseher verirrten sich hierhin, wurden aber mit einem ulkigen Auftritt belohnt. Mein Stehplatz war weit genug von der Bühne entfernt, um von den verwendeten Wasserfontänen nicht getroffen zu werden und den lustigen Teil der Aktion zu erleben. Deutlich elektrisierender für mich waren so manche Auftritte von bekannten österreichischen und internationalen Bands. Für das heurige Jahr sind ein Inklusionskonzert und eine Sicherheitsshow der “Helfer Wiens” für das Eröffnungsprogramm geplant. Ob im dichten Menschengedränge oder abseits, mit Platz zum Luftgitarrenspiel: Jedes Donauinselfest ist ein Garant für fröhliche Stimmung, tolles Feeling und eine Auszeit vom Alltag.
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Das Bild und der folghende Ausschnitt über das Festival sind von Wikipedia:
Das Donauinselfest auf der Donauinsel in Wien ist ein Freiluft-Musikfestival, das von der SPÖ Wien veranstaltet wird[1] und seit 1984 jährlich gegen Ende Juni (bis 1990: Ende Mai) an einem Wochenende stattfindet. Mit kumuliert knapp drei Millionen Besuchen (alle Zahlen zu den Besuchen basieren auf den Angaben des Veranstalters, wenn nicht anders angegeben) an drei Tagen wäre es das größte Musikfestival mit freiem Eintritt weltweit.

